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Vorrundenrückblick Teil 4 - 1. Herrenmannschaft
Samstag, 31. Dezember 2011 um 17:02 Uhr

1. Herrenmannschaft

Erinnert sich noch jemand an die Fußball-WM 2006, Vorrundenspiel gegen Polen? Blöde Frage eigentlich. Daher lieber andersrum: Wer sich nicht mehr daran erinnert, ist ein Frevler und Banause. 90 Minuten Sturmlauf auf ein Tor, doch die Pille ging nicht rein. Dann 93 Minute, Odonkor auf der rechten Seite, Flanke in den Sechzehner zu Neuville. "Und jetzt ist es da!", schrie damals der vor Aufregung heisere Kommentator Steffen Simon. Und das Sommermärchen nahm seinen Anfang. Euphorie pur.
Warum ich diesen Ausflug in einen aus Tischtennisspieler-Sicht so simplen Sport unternehme? Ganz einfach, weil das, was zu Saisonbeginn mit unserer 1. Mannschaft in der Oberliga passiert ist, einen durchaus ähnlichen Charakter hat.
Aufsteiger-Team ohne Perspektive, zusammengewürfelte Mannschaft ohne Chance in der Oberliga, Söldnertruppe ohne Zusammenhalt? Viel wurde vor der Saison gemutmaßt und auch in den eigenen Reihen war trotz der Freude über den Aufstieg längst nicht jedem klar, wie sich die Mannschaft um Kapitän Oliver Küssner in der vierthöchsten Liga schlagen würde.
Dann der Auftakt gegen Wirges, ein Spiel, dessen Drehbuch wohl kein Hollywood-Schreiber besser hätte gestalten können. Aufholjagd nach 0:5-Rückstand, ein Yves Besier in Killer-Manier und ein Einzel von Neuzugang Manfredas Udra, das an Spannungsmomenten kaum zu überbieten war. Am Ende, 9:6 für Klein-Winternheim, doch was viel wichtiger war als die zwei Punkte gegen den Abstieg, war die Euphorie, die durch dieses Spiel entstand. Sowohl in der Mannschaft selbst als auch bei Vereinskollegen und Fans. Dann folgten drei Punkte aus den rheinhessischen Derbys und ein recht klarer Sieg gegen Mündersbach - und den meisten war nun spätestens klar: Der RSV Klein-Winternheim kann sich in der Oberliga behaupten. Und - zumindest für mich noch wichtiger als die guten Resultate war der Umstand, dass aus der Mannschaft eine Einheit entstand, die ich in dieser Form nicht für möglich gehalten hätte.
Ein Manfredas, der an Kerb Federweißen verkauft, ein Team, das nach einem Spiel nochmal nach Wiesbaden in einen Club fährt und dort Party macht, all das sind Dinge, die zeigen, dass hier scheinbar nicht alles falsch gemacht wurde.

Nun ist die Vorrunde vorbei, die Mannschaft überwintert mit 11:7 Punkten auf Platz vier. Dennoch lautet das Ziel noch immer ganz klar: Klassenerhalt. Denn der Überraschungsmoment ist nun nicht mehr vorhanden. Die Gegner sind gewarnt und unsere Jungs müssen sich mit dieser neuen Situation zurechtfinden und ihre Leistungen halten oder noch verbessern. Dass das gelingen kann, steht außer Frage. Was zählt, ist hierbei auch die Unterstützung durch das Publikum. Denn auch das ist klar: Was Zuschauerzahlen und "Feuer" in der Halle anbelangt, ist der RSV ganz weit vorn. Das soll so bleiben.
Deswegen freue ich mich auf eine spannende Rückrunde mit vielen weiteren Topspielen und einem hoffentlich zuckersüßen Happy End!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und einen tollen Start ins Jahr 2012!

Euer
Steffen

 

 
Vorrundenrückblick Teil 3 - 2. und 3. Herrenmannschaft
Donnerstag, 22. Dezember 2011 um 23:00 Uhr

2. Herrenmannschaft

"Durchwachsen" ist wohl der Begriff, der die Vorrunde des Aufstiegs-Teams in der 2. Verbandsliga am besten charakterisiert. Und ein bisschen konnte unsere Zweite dem Außenstehenden vorkommen, wie das verwöhnte Kind, das zum ersten Mal unter Christbaum nicht das findet, was es will. (Man beachte, auf welch raffinierte Weise der Autor hier den Bezug zum nahen Weihnachtsfest geschaffen hat.) Zwei Aufstiege in Folge, kaum eine Niederlage in den letzten zwei Jahren, so etwas prägt eine Mannschaft sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Positiv: Man startete auch in diesem Jahr mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen. Negativ: Nach dem ersten strammen Gegenwind war dieses Selbstvertrauen denkbar schnell dahin.
Zum Ende der Vorrunde jedoch zeigte sich dann langsam, dass die Mannschaft sich in der Klasse so langsam zurechtfindet und sich mit der Devise "Harter Abstiegskampf" abfinden konnte. Thorsten Ruppe erwies sich als bester Spieler des Teams, der mit seiner ausgeglichenen Bilanz im vorderen Paarkreuz gezeigt hat, dass er - vor allem in den Spielen, wo es drauf ankommt - punkten kann! Dahinter ist für den Schreiber dieser Zeilen auf jeden Fall noch unser Nachwuchsspieler Matthias Becker zu nennen, der zum Ende der Vorrunde eine krasse Wandlung durchgemacht hat und nicht nur spielerisch, sondern auch was den Kampfgeist angeht, eine ganze Schippe drauflegen konnte. Und natürlich darf einer nicht vergessen werden, der auch im Rückblick auf die 3. Mannschaft noch eine Rolle spielen wird: David Schöne.

Am Ende der Vorrunde steht die Mannschaft mit 6:16 Punkten auf dem drittletzten Platz, das Abstiegsgespenst ist derzeit erst einmal verscheucht. Für die Rückrunde ist eine Steigerung möglich und wahrscheinlich. 

3. Herrenmannschaft

Wäre ich gezwungen, einen martialischen Spitznamen für den 13-jährigen Linkshänder David Schöne wählen zu müssen, würde ich mich wohl für "Silent Hunter" ("Stiller Jäger") entscheiden. Denn: Kaum ein Nachwuchsspieler im RSV Klein-Winternheim hat sich auf diese ruhige, unscheinbare, ja beinahe unauffällige Weise in einer Saison Punkt für Punkt erspielt und Spiel um Spiel gewonnen. Mit einer 9:3-Bilanz im vorderen Kreisliga-Paarkreuz unserer Dritten gehört David zu den besten zehn Spielern der Liga. Beinahe logisch, dass für ihn der Weg ganz klar in die 2. Mannschaft führt.
Wer nun meinte, dass unsere 3. Mannschaft mit einem solchen Leistungsträger ganz vorne in der Tabelle zu finden sein müsste, sah sich jedoch eines besseren belehrt. Denn unsere Dritte hat gute Einzelspieler, aber sie hatte über lange Strecken der Vorrunde vor allem eines: ein Doppelproblem. Vier Spiele - manche davon gegen deutlich höher eingeschätzte Gegner - wurden 7:9 verloren und häufig gaben die (meist knapp) verlorenen Doppel den Ausschlag. Dennoch hat sich die Mannschaft um den einzig wahren "Käptn", Claus Brusenbauch im Laufe der Runde berappelt und verrückterweise vor allem zum Ende hin nochmal ordentlich Punkte gesammelt, als David Schöne ihnen aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung stand. Fakt ist: Die Dritte lebt durch ihre Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen "Wilden" und ist durch die Bank weg ausgeglichen. Nicht zuletzt deshalb ist auch für die Rückrunde ein Platz im Mittelfeld möglich, der vielleicht sogar noch ein wenig besser ausfallen kann als der jetzige (Platz 7 mit 9:13 Punkten). 

 
Vorrundenrückblick Teil 2 - 4. und 5. Herrenmannschaft
Sonntag, 18. Dezember 2011 um 21:27 Uhr

4. Herrenmannschaft

Als Aufsteiger heißt das Primärziel in der neuen Spielklasse in den allermeisten Fällen ganz klar: Klassenerhalt. Nicht anders war dies auch bei unserer 4. Mannschaft, die als A-Klasse-Aufsteiger mit einer neu zusammengestellten Mannschaft erst in der höheren Liga Fuß fassen musste. Ein großer Pluspunkt in diesem Zusammenhang: Mit Eric Stiene hat die Vierte einen gewieften Trainerfuchs und Tischtennis-Fachmann als Mannschaftsführer, der in seinem Sport schon so ziemlich alles gesehen hat. Dazu kommen mit Rückkehrer Roland Meller, TT-Veteran Peter Hafner, Ex-Kreisligaspieler Jens Janz und dem im positiven Sinne tischtennis-verrückten Neuzugang Gerd Velthaus drei Leute, die ebenfalls das Potenzial für die A-Klasse aufweisen.
Leider mussten die Abteilungsverantwortlichen und die Mitglieder der 4. Mannschaft zu Saisonbeginn jedoch feststellen, dass man besser auf eine berühmte, englische Weisheit hätte hören sollen, die da lautet: "Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me." Auf deutsch: "Verarschst du mich einmal, ist es deine Schuld. Verarschst du mich ein zweites Mal, ist es meine Schuld."
Und leider hat man sich von René Schley ein zweites Mal täuschen lassen. Shame on us!
Erfreulicherweise jedoch erwies sich der wieder genesene Mohsen Darej als guter Ersatz und so konnte unsere Mannschaft trotz der widrigen Verhältnisse und häufiger Ersatzstellung am Ende der Vorrunde mit Platz 9 eine passable Platzierung herausholen. Grund zum Durchatmen gibt es allerdings noch nicht, denn nur zwei Punkte trennen das Stiene-Team vom Abstiegsplatz. Der Kapitän erwies sich hierbei übrigens als der Mann mit den Nerven aus Stahl, denn von zwölf gewonnenen Einzeln (beste Bilanz des Teams) gewann Eric ganze acht Stück im Entscheidungssatz. Respekt hierfür.

5. Herrenmannschaft

Langezeit galt unsere Fünfte als das ungeliebte Kind der Abteilung. Nicht der Leute wegen, sondern wegen des Rufs der Mannschaft als "Urlaubs-Team". Es schien wie ein Fluch: Egal, wie viele Leute man vor der Saison in die Fünfte meldete, immer hatte die vom ausdauernden Kapitän Werner Schäfer geführte Truppe mit massiven Ersatzproblemen zu kämpfe, immer ordnete sich die Mannschaft in den unteren bis untersten Tabellenregionen ein.
Diesmal war es anders und über lange Strecken der Vorrunde war unsere Fünfte neben dem Oberliga-Team die einzige Mannschaft, die regelmäßig punktete. Woran lag's? Mehrere Gründe: Mit Edmund Groh und Hans-Jürgen Lauer verfügt das Team über ein gutes vorderes Paarkreuz. Die Mitte der Fünften wurde in dieser Saison komplett neu besetzt. Mathias Bergmann, letztes Jahr noch Mannschaftsführer des A-Klasse-Aufsteigers, entschloss sich selbstlos dafür, seine spielerische Klasse zum Wohle der nächsttieferen Mannschaft einzusetzen...oder so. Kann auch sein, dass er aufgrund der Bilanz runter musste. Ich kann mich da nicht mehr so genau erinnern. Aber die erste Version klingt edler.
Dazu kommt der nach Langzeitverletzung wieder voll ins TT eingestiegene junge Spieler Michael Holzfuß, der mich eines gelehrt hat: Mehr als zwei Jahre Sportpause bedeuten nicht zwangsläufig das Ende einer Karriere, wenn man die nötige Portion Ehrgeiz in sich hat und vom Tischtennissport einfach derbe begeistert ist. Respekt für dieses Comeback.
Im hinteren Paarkreuz hat Werner Schäfer eine Riesenbilanz erspielt oder besser gesagt erballonabgewehrt. Einfach verrückt, dieser Werner. Wäre der Dreikampf aus Gleitschirmfliegen, Marathonlauf und Tischtennis olympisch, Werner, du wärst ganz vorne!
Ein gutes Team, zweifellos. Dass sich Werners Schäfchen jedoch als heißer Aufstiegsanwärter erweisen und am Ende der Vorrunde auf Platz drei stehen würden, hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Verrückt. Und in der Rückrunde möchte ich mehr davon sehen. Und irgendwann punktet Werner auch nochmal mit einem Angriffsball. Allein dafür lohnt sich das Zugucken bei Spielen der Fünften!

 
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